WriYoBo: der zweite Monat

WriYoBo_Februar

Ein Monat voller Nullen.

Das ist nichtmal übertrieben. Ich habe kein einziges Wort an meinem Roman geschrieben und kein einziges Wort gebloggt. Ich identifiziere mich zwar sehr mit der Technik des Slow Bloggings, aber so war das dann auch nicht gedacht … Der letzte Blogpost, einen Monat her, ist ausgerechnet der Post über den ersten Monat des WriYoBo, voller Optimismus und Tatendrang. Und jetzt? Wenn ich mir Blog und Roman so anschaue, dann scheint es mir fast, als hätte es den Februar nicht gegeben. Ein bisschen fühlt es sich auch so an, als hätte es den Februar nicht gegeben. Es ist ein „Huch? Schon wieder ein Monat um?“-Gefühl. Die Tage rasten geradezu an mir vorbei und ich merkte es nicht einmal.

Warum das trotzdem kein Grund zum Verzweifeln ist.

Das war überhaupt nicht schlimm. (Außer vielleicht, die Bücherhelden verzweifeln daran, ein Mitglied in ihren Reihen zu haben, das bisher nicht bemerkenswert zum Wordcount beigetragen hat, und wollen mich deswegen aus dem WriYoBo werfen. Ich wäre untröstlich!) Der Februar war ein toller Monat – mit immerhin drei Geburtstagen, darunter mein eigener.

Ich habe innerhalb weniger Tage mein eingeschlafenes Social Life wieder aktiviert. Ich habe wieder mehr gelesen – und erst da gemerkt, wie sehr ich das vermisst habe. Auch in Job und Studium geht es voran. (Jeden Tag checke ich mit angespannter, kribbelnder Nervosität meine Briefkästen, analog wie elektronisch. Ihr glaubt ja nicht, wie sehr ich diese eine Stelle unbedingt möchte!)

Und für meinen Roman habe ich außerdem, anders als der erste Absatz es suggerieren möchte, nicht nichts gemacht. Denn Plotten zählt irgendwie auch, auch wenn das schlecht messbar ist. Aber das Gerüst für die nächsten Kapitel steht! Wenn ich jetzt noch herausfinde, welches die für mich beste Technik ist, meine verlorengegangene Schreibroutine wiederzufinden und auch zu halten, dann wird alles gut. Die ersten zwei Monate waren nur der Anfang des WriYoBo und sind auf keinen Fall repräsentativ für den Rest des Jahres. Bücherhelden, ihr könnt auf mich zählen (auch wenn es bis jetzt nicht so aussah)!

Das Beste kommt zum Schluss.

Nämlich am Schluss dieses Beitrags. Und zwar – Trommelwirbel! – der Haupt-Grund, der mich vom Bloggen und Romanschreiben abgehalten hat. Das Projekt, an dem ich in jeder freien Minute neben Job, Beziehung, Familie, Freunden, Geburtstagen und Lesen gearbeitet habe. Diesen Monat kann ich tatsächlich ein Häkchen hinter einen meiner Vorsätze für 2016 setzen! (Auch wenn die eigentliche Arbeit damit ja erst beginnt …)

Ich habe mich selbstständig gemacht.

Die Webseite befindet sich noch im Aufbau und als komplett spruchreif möchte ich das erst dann präsentieren, wenn ich auch tatsächlich etwas in der Hand habe, das ich euch zeigen kann. Aber spätestens auf der Leipziger Buchmesse bin ich nicht nur die Lily von der Schreibnacht, sondern auch selbstständige Lektorin und Korrektorin.

Darauf ein Gläschen auf der Buchmesse, würde ich sagen!



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Veröffentlicht5. März 2016 von lily in Kategorie "Allgemein", "Geschrieben.

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