WriYoBo, Write your book(s): der erste Monat

Der Januar ist mittlerweile zu Ende – und somit auch der erste Monat des WriYoBo. Was der WriYoBo ist? Ein einjähriges Event, von  Juliana Fabula ins Leben gerufen, in Kooperation mit der Schreibnacht umgesetzt. Es geht darum, in 2016 ein ganzes Buch zu schreiben (oder mehrere). Aber eben nicht nur. Vor allem geht es darum, sich eine tägliche Schreibroutine anzugewöhnen. Sich gegenseitig zu motivieren. Und in den Gilden, denen man zugeteilt wurde, auch ein bisschen gegeneinander anzutreten. Denn mal ehrlich: Was wäre das Ganze ohne ein wenig Wettbewerb?

Wie der NaNoWriMo, nur in größer, dachte ich mir, als ich fest zugesagt habe. Genau das Richtige für mich – gehört es doch zu meinen erklärten Neujahrsvorsätzen, meinen Roman in 2016 zu beenden. Und mit einem monatlichen Wortziel von 12.500 Wörtern würde ich auch klarkommen. Wenn man das auf die tägliche Wortanzahl runterbricht, ist das ja fast nichts. Ich erinnere mich noch so gerne an meinen ersten NaNo, wie gut es mir getan hat, mir eine tägliche Schreibroutine anzugewöhnen! Wie traurig ich darüber war, diese wieder verloren zu haben. Ich wusste, dass mir das wieder guttun würde. Ich wusste, dass es unabdingbar sein würde, um mein Jahresziel zu erreichen. Ich war euphorisch und freute mich darauf loszulegen.

Jetzt liegen 31 Januartage hinter mir und eine Handvoll Februartage – und von täglicher Schreibroutine kann keine Rede sein. Ich habe es im ersten Monat auf ganze fünf Schreibtage gebracht. Fünf von einunddreißig. Und von 12.500 Wörtern bin ich auch weit entfernt.

Das wäre jetzt ein Grund, deprimiert zu sein oder entmutigt oder das Handtuch zu werfen. Oder mir ganz sachlich einzugestehen, dass diese Challenge doch nichts für mich ist.

Tue ich aber alles nicht. Ich mache weiter und ich fühle mich gut.

Warum? Der erste Monat des WriYoBo hat in mir etwas sehr Wichtiges ausgelöst. Er hat mich dazu gebracht, mich tatsächlich fast täglich mit meinem Roman auseinanderzusetzen. Nachdem mein Buch und ich fast den Kontakt zueinander verloren haben im letzten Jahr, waren meine Gedanken im Januar ständig bei meinen Charakteren, bei den Handlungssträngen – und, am wichtigsten für mich, bei den Plotholes, die mich so aufhalten. Ich habe Erkenntnisse gewonnen und Ideen entwickelt, wie ich meinen Plot zuendekonstruieren kann. Ich habe an jedem der fünf Schreib-Tage wahre Freude am Schreiben gehabt. Ich habe fest an mich und mein Projekt geglaubt. Nein, ich glaube fest an mich und mein Projekt. Fünf Schreibtage bedeuten auch: Ich habe jede Woche geschrieben. Das zu „jeden Tag“ auszubauen ist machbar!

Das alles verd12039379_965706733499555_8400437814860252428_nanke ich der Motivation einer großartigen Community. In der gleichzeitig dieses Gemeinschaftsgefühl in der Gruppe herrscht sowie die kleinen Gilden-Rivalitäten und Wortduelle. (Ich bin übrigens in der Gilde der abenteuerlustigen Bücherhelden.) Was wir Schreibnächtler schnell als WriYoBo-Spirit erkannt und benannt hatten. Es ist wunderbar und es ist wie eine natürliche Ergänzung des Schreibnacht-Spirits.

Und deswegen freue ich mich sehr auf den zweiten Monat des WriYoBo – in dem ich gerne verschiedene Techniken ausprobieren möchte, um zu mehr Schreibroutine zu finden.

Ich halte euch auf dem Laufenden!

 



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Veröffentlicht6. Februar 2016 von lily in Kategorie "Allgemein", "Geschrieben.

3 COMMENTS :

  1. By Liehsah on

    Liebe Lily,

    freut mich, dass du deine Motivation trotz der Rückschläge nicht verloren hast. Ich bin gespannt, wie dein zweiter Post zum WriYoBo aussehen wird. 😉
    Meine Schreibmotivation war zwar recht hoch am Anfang, aber ich habe weder im Januar noch im Februar mein monatliches Wortziel erreicht. Ich bin nicht mal ansatzweise in dessen Nähe gekommen! Das deprimiert mich total und ich überlege, aus der Challenge auszusteigen. Ich bin wohl nicht der Typ dafür…
    Besonders interessieren würde mich, ob du dich nicht schlecht fühlst wegen der wenigen Schreibtage. Auch wegen deiner Gilde? ^-^“

    Liebe Grüße
    Lisa

    Antworten
  2. By Myna Kaltschnee on

    Hallöchen liebe Lily,

    dank der lieben Lisa, die deinen Blog für den Liebster-Award nominiert hat, bin ich auch hier gelandet 😀 Ich wusste ja gar nicht, dass du auch bloggst! Wie cool! Werde zukünftig auf jeden Fall öfters vorbeischauen.

    Eigentlich wollte ich dir nur sagen, wie sehr ich dich für deinen Optimismus bewundere! Fünf Tage geschrieben und du siehst trotzdem nur das Positive daran – das ist einfach super! Ich selbst bin ja der geborene Pessimist (leider!) und hätte mich in deiner Situation vermutlich im Selbstmitleid gesuhlt und mich für einen totalen Versager gehalten. 😛 Toll, dass du das nicht so siehst und trotzdem motiviert bleibst! Ich wünsche dir für den Februar, auch wenn er schon fast wieder vorbei ist, viel Erfolg mit deinem Roman und dass du wieder eine tägliche Schreibroutine aufbauen kannst. 🙂

    Ganz liebe Grüße,
    Myna

    Antworten
    1. By lily (Beitrag Autor) on

      Liebe Myna,

      das freut mich, dass du meinen Blog gefunden hast! 🙂

      Und danke für deine lieben Worte! Der Februar war dann leider doch ein kompletter Nuller-Monat für mich. Und bei exakt null Schreibtagen fällt es auch mir nicht leicht, meinen Optimismus aufrechtzuerhalten. :-/
      Mein Nicht-schrieben hatte jedoch teilweise Gründe, die ich bald verraten darf. Es ist also nicht gaanz so schlimm.

      Neue Beiträge sind auch in Arbeit.

      Viele liebe Grüße
      Lily.

      Antworten

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