Liebster Award: Lieblingsblogs wertschätzen, neue Blogs entdecken

Die liebe Lisa hat mich auf ihrem Blog für den Liebster Award nominiert.
Vielleicht kann man sich meine Überraschung vorstellen. Nominiert, ich? Für einen Award? Für einen Award, in dem es um gerne gelesene Blogs geht? Blogs, die man so gerne liest, dass man sie seinen Mitmenschen vorstellen möchte? Einen Award für gerne gelesene Blogs, der das wunderbare Wort „Liebster“ im Namen trägt?
Ich hätte nicht gedacht, dass mein Blog dafür in Frage kommt – und freue mich entsprechend sehr über die Nominierung. Natürlich mache ich gerne mit!

Was ist der Liebster Award?

Ich habe – wie auch Lisa vor mir – ein wenig recherchiert, um herauszufinden, worum es bei dem Award eigentlich geht. Es geht darum, neue Blogs kennenzulernen und im gleichen Zuge anderen (Bloggern) seine Lieblingsblogs vorzustellen. Zusammengefasst: sich zu vernetzen.

„Vernetzen“, das klingt gleich so businessmäßig und nicht sehr persönlich. Ich würde lieber einen anderen Ausdruck verwenden: Wertschätzung.
„Hallo, dein Blog gefällt mir, ich lese ihn gerne und komme auch gerne immer wieder. Ich bin neugierig, auf dich, auf mehr, und stelle dir deswegen ein paar Fragen.“
Dass mich Lisa nominiert hat, freut mich in diesem Zusammenhang umso mehr. Für mich bedeutet das, wertgeschätzt zu werden für das, was ich tue. Dieser Blog ist noch recht jung und vor allem jung an Beiträgen. Dass ihn jemand genug mag, um ihn als „Liebsten“ zu kennzeichnen, ist allein Motivation genug, diese Wertschätzung zurückzugeben und gerne mitzumachen. Ganz abgesehen von der Motivation, den eingeschlagenen Weg so weiterzugehen.

Außerdem möchte ich Wertschätzung, die ich erfahre, immer auch weitergeben. Ist es nicht eine schöne Gelegenheit, dazu in meinem Blogpost wiederum eine kleine Auswahl meiner Lieblingsblogs für den Liebster Award zu nominieren? Ich habe im letzten Jahr so viele Blogs kennengelernt – und einige stechen besonders hervor, sei es durch kluge, sympathische Beiträge, durch ein tolles Design, durch die Person hinter dem Blog oder (und das ist bei einem Lieblingsblog meistens der Fall!) durch ein Gesamtpaket aus allen drei Punkten.
„Hey! Dein Blog ist einer meiner liebsten! Weil ich ihn mag und neugierig auf mehr bin, nominiere ich dich für den Liebster Award.“

In diesem Zusammenhang ist es mir ein wenig unverständlich, dass ich bei meinen Recherchen auch auf ein paar Blogs gestoßen bin, auf denen sich in recht genervter Weise über den Liebster Award geäußert wurde. Klar ist niemand gezwungen mitzumachen. Und ich kann mir auch gut vorstellen, dass es nerven kann, wenn für den eigenen Blog mehr Nominierungen eintrudeln, als man Posts schreiben kann. Aber eine Nominierung (sofern sie aus den oben genannten Gründen ausgesprochen wurde und nicht, um die „11 Blogs“-Regel vollzukriegen) ist ein Zeichen von Wertschätzung! Ich kann sie einfach nicht annehmen, wenn ich nicht möchte. Aber mich öffentlich genervt von der Wertschätzung zu zeigen, die mir entgegengebracht wird? Das muss nicht sein, finde ich.

Was sind die Regeln?

Hier hat meine Recherche unterschiedliche Varianten an Regeln ergeben. Da der Liebster Award meiner Ansicht nach jedoch von Individualität und Weitergabe lebt und nicht von starrer Regeleinhaltung, behalte ich es mir vor, die Regeln so anzuwenden, wie sie für mich am besten passen.

  • Wenn ich die Nominierung annehme, schreibe ich einen eigenen Blogpost dazu.
  • Ich erwähne und verlinke denjenigen, der mich nominiert hat.
  • Ich beantworte die mir gestellten Fragen.
  • Ich denke mir selber Fragen für meine Nominierten aus.
  • Ich nominiere meine Lieblingsblogs, und zwar so viele oder wenige, wie ich möchte.
  • Ich sage meinen Nominierten Bescheid, dass ich sie nominiert habe.
  • Ich verwende das Logo des Liebster Award in meinem Post. Das fand ich übrigens fast den schwierigsten Part, da man so viele verschiedene Varianten des Logos findet, und das oft ohne Angabe des Urhebers. Dabei möchte ich demjenigen, der das Logo designt hat, doch gerne die Credits zukommen lassen, die er verdient. Daher habe ich mich für Mezzos Design entschieden, das sie zur freien Verwendung gekennzeichnet hat.

 

Lisas Fragen an mich und meine Antworten

Erinnerst du dich noch an die erste Geschichte, die du je geschrieben hast?

Hm, nicht unbedingt … Das liegt wohl unter anderem daran, dass ich Geschichten geschrieben habe, seit ich mir mit fünf Jahren selber das Lesen und Schreiben beigebracht habe. Welches meine ersten „Gehversuche“ im Geschichtenschreiben waren, kann ich daher gar nicht mehr unbedingt nachvollziehen. Es gab da unter anderem ein selbstgebasteltes „Sachbuch“ zum Thema Meerschweinchenhaltung, inklusive Illustrationen, fast wörtliche Nacherzählungen meiner Lieblingsbücher, mit lediglich geänderten Namen, Märchen-artige Geschichten, Tiergeschichten, Prinzessinnengeschichten … Sehr geliebt habe ich übrigens in der vierten Klasse die eine Stunde „Kreatives Schreiben“ pro Woche, in der wir jeweils eine Geschichte zu einem bestimmten Thema schreiben durften. Mein erster Berufswunsch „Lehrerin“ ist eigentlich nur deswegen entstanden, damit ich mir ebenfalls kreative Schreibaufgaben für Schüler ausdenken könnte. Übrigens stellte sich schon damals der Phoenix als eines meiner liebsten magischen Wesen heraus.

Was treibt dich an?

Wie gerne würde ich hier eine kluge, inspirierende Antwort geben!
Ich kann es jedoch nicht, ich kann nicht benennen und nicht fassen, was mich antreibt, so sehr ich mich auch bemühe. Am nächsten kommen dem vielleicht noch ein paar auf Pinterest gefundene Motivationszitate, die von einem „strange pull“ sprechen oder einem „calling“ …

Bloggen – Arbeit oder nicht?

Auf keinen Fall Arbeit im negativ belegten Sinne des Wortes. Es ist nichts, was ich als notwendige oder gar lästige Pflicht ansehe, nichts, wozu ich mich aufraffen oder gar zwingen muss. Es ist jedoch etwas, das ich auf keinen Fall nur so nebenher oder zwischen Tür und Angel machen möchte. Es ist etwas, wofür ich mir Zeit nehmen möchte. Anders könnte ich es auch gar nicht, anders würde ich dem, was mein Anspruch ans Bloggen ist, nicht gerecht werden, weswegen ich mich mit dem „Slow Blogging“ sehr identifizieren kann. (Auf Blogchicks gibt es einen tollen Artikel dazu!)
Arbeit im Sinne von: damit eines Tages auch Geld verdienen? Gerne! 🙂

Warum möchtest du veröffentlichte/r Autor/in sein?

Gute Frage. Weil es das ist, was ich schon immer wollte, seit mir als Kind irgendwann bewusst geworden ist, dass es das gibt, dass man das kann, dass hinter jedem Buch ein Mensch steckt, der es geschrieben hat, dass Schriftsteller wirklich ein Beruf ist. Vermutlich ist die Antwort auf das „Warum“ ein wenig Konkretes: Weil es schon immer in mir steckt.

Was ist dein Lebensziel?

Veröffentlichte Autorin sein? 😉

Im Großen, Allgemeinen würde ich sagen: Zufrieden sein. Einfach, weil ich weiß, wie es sich anfühlt, unzufrieden zu sein.
Was genau zum Zufriedensein dazugehört, kann sich mit den Jahren ändern. Ein paar Dinge ziehen sich wahrscheinlich jedoch wie ein roter Faden durch alle Jahre hindurch. Das Schreiben gehört dazu. Eines Tages vom Schreiben leben zu können, würde ich tatsächlich als ganz konkretes Lebensziel nennen.

Und wenn ich nicht von Zielen, sondern von Träumereien spreche: Ein Haus am Wasserburger Bodenseeufer, in dem ich mit Familie, Papageien und Katzen als Schriftstellerin, Lektorin und Illustratorin lebe, regelmäßig Gastgeberin für Schreibnacht-Wochenenden bin und zum Ausgleich eine kleine Auffangstation für verletzte Wasservögel betreibe.

Lesen oder schreiben?

Warum „Entweder, oder?“ 😉

Wie würdest du deine kreative Energie nutzen, wenn du nicht schreiben könntest?

Zum Zeichnen und zum Malen. Noch in der Schulzeit waren beide Teile von mir gleich stark ausgeprägt und ich habe beides gleich stark ausgelebt. Später erst ließ ich das Zeichnen und Malen mehr und mehr fallen. Ich könnte nicht einmal sagen, warum. Es hat sich so ergeben. Ich zeichne immer noch gerne, jedoch mittlerweile leider nur noch sehr, sehr selten.
Wenn ich weder das Schreiben noch das Zeichnen und Malen hätte, hätte ich mit großer Sicherheit einen anderen Weg, meine kreative Energie auszuleben. Wäre ich nicht so ein Tollpatsch und ein wenig besser mit meinen Händen, würde ich wohl nähen. Wäre ich musikalischer, würde ich wohl Musik machen.
Ein Leben ganz ohne Kreativität könnte ich mir schlicht und ergreifend nicht vorstellen!

Welches ist deine Lieblingsfarbe (und warum)?

Noch vor wenigen Jahren hätte meine Antwort ohne großes Zögern „Schwarz!“ gelautet. Und an meiner Liebe zur Farbe Schwarz hat sich auch nichts geändert. Außerdem zieht mich Weinrot in allen denkbaren Facetten immer wieder an.
Doch eine einzige Lieblingsfarbe benennen? Lieblingsfarbe wozu? Zum Haarefärben? Für Kleidung? Zum Wändestreichen? Die Farbe der Katzen, die ich eines Tages halten werde? Meines Autos? Zum Malen, für die Gestaltung meiner Bücher, meines Blogs? Für Geschenkpapier? Bei Blumen?
Farben sind wundervoll und gerade die Vielfalt ist es, die sie so wundervoll macht. Für manches habe ich bestimmte Lieblingsfarben, für anderes kommt es überhaupt nicht auf die Farbe an.
Und dann können mich die Farben der Natur wahrhaft umhauen. Ein Februarhimmel. Ein goldener Oktobertag. Der Bodensee in allen seinen Facetten. Das in der Sonne schimmernde Gefieder eines Vogels.
Nein, eine Lieblingsfarbe zu benennen, ist mir nicht möglich. Das wird den Farben auch überhaupt nicht gerecht.

Was würdest du mit einer Million Euro anfangen?

Die Antwort ist ziemlich langweilig: Den größten Teil in den Kauf einer schönen, aber vernünftigen und finanziell halt-baren Immobilie und deren Einrichtung stecken. Einen netten Kleinwagen kaufen, nichts Übertriebenes, vermutlich ein typisches „Frauenauto“. Einen Teil beiseitelegen. Und was dann übrigbleibt, für Shopping, Urlaub, gutes Essen und Geschenke an die Familie auf den Kopf hauen. Und eine riesige Grillparty im Garten schmeißen!

Welches ist dein Lieblingsland (und warum)?

Ich kann die Frage nur so werten, dass hiermit das Lieblings-Urlaubsland gemeint ist. Und was das betrifft, habe ich mich (noch?) nicht festgelegt, weil noch ein paar Länder auf meiner „Unbedingt mal bereisen!“-Liste stehen. Ganz oben: Neuseeland, Island, Irland, Schweden, Finnland. Die tollsten Reisen bisher gingen nach: Schottland, Portugal, Dänemark, Italien. Und Deutschland hat so viele schöne Ecken, dass es auf keinen Fall in dieser Aufzählung fehlen darf. Mich zieht es, abgesehen von Neuseeland, nicht unbedingt nach „weit weg“. Ich bin mit einer Distanz von wenigen Stunden ziemlich zufrieden.

Welches ist das schlechteste Buch, das du je gelesen hast?

Literaturkritiker und auch einige von euch werden mich vermutlich dafür steinigen, aber: Wenn ich an meine Schullektüren denke, muss ich hier einfach „Homo Faber“ und die anderen Bücher in diesem Stil nennen. Ich habe mich nur durchgequält und fand den Stil ganz einfach grauenhaft. Interessante Anekdote hierzu: In meiner Klasse gab es in der Oberstufe einen beinahe eindeutigen Schnitt durch die Klasse. Die einen liebten Schullektüren wie „Faust“ & Co. und hassten dafür „Homo Faber“, „Andorra“ etc., bei den anderen war es genau umgekehrt. Grauzonen dazwischen gab es zumindest in meiner Klasse fast keine, dafür umso belebtere Diskussionen.

Privat gehören zu den schlechtesten Büchern, die ich je gelesen habe: der letzte Twilight-Band, 50 Shades of Grey (abgebrochen) und der erste Band der Reihe „Die Geheimnisse des Nicholas Flamel“ von Michael Scott (ebenfalls abgebrochen). Für die Gründe müsste ich bei beiden Büchern wohl einen eigenen Post schreiben …
Ein ziemlich gespaltenes Verhältnis habe ich zu Cecelia Ahern. Ich mag ihre Ideen und die Geschichten, die sie erzählt, warum ich auch immer mal wieder Bücher von ihr lese. Aber ich mag ihren Schreibstil gleichzeitig überhaupt nicht.

Meine Fragen:

  1. Wie sieht für dich ein perfekter Tag aus?
  2. Was magst du an deinem Blog am liebsten, woran möchtest du noch arbeiten?
  3. Angenommen, du dürftest einer einzigen fiktiven Welt einen Besuch abstatten: Für welche würdest du dich entscheiden?
  4. Mit wem würdest du gerne mal ein Bier/einen Wein/einen Kaffee trinken gehen?
  5. Welches Buch könntest du einfach immer wieder lesen?
  6. Du bist beim Stöbern im Buchladen. Wie entscheidest du, welches Buch mit nach Hause darf?
  7. Worüber möchtest du unbedingt noch bloggen?
  8. Was bringt dich zum Lachen?
  9. Bei welcher Süßigkeit wirst du schwach?
  10. Auf welchem sozialen Netzwerk bist du am liebsten unterwegs?

Und last but definitely not least: Meine Nominierten

Es handelt sich hier nur um eine Auswahl, nicht um eine abschließende Zahl aller meiner Lieblingsblogs. 😉
Das nur vorweg …

Für den Liebster Award nominiere ich:

Jessi von Jessis Krimskrams

Avocado Girl von Not an Avocado

Sandra von Büchernische

Jenny von Projekt Ghostreader

Steffi von Fieberherz

Tina von Monsters & Magic

Ich würde mich freuen, wenn ihr mitmacht – und mir die Links zu euren Posts zum Liebster Award als Kommentar schicken würdet. Denn ich mag eure Blogs! Und ich bin neugierig … 😉



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Veröffentlicht10. April 2016 von lily in Kategorie "Allgemein", "Bücherthemen", "Geschrieben.

6 COMMENTS :

  1. By LiehsaH on

    Hallo Lily,

    freut mich, dass dir der Award so gut gefällt. 😉 Das ist schließlich der Sinn der Sache!
    Und warum sollte man deinen Blog nicht nominieren? Ich sehe da kein Problem. 😀

    Das Gute an den Fragen ist ja, dass man sie auch ganz anders beantworten kann als erwartet. Danke, dass du so abwechslungsreiche Antworten gegeben hast. 🙂 Ich weiß, dass meine Fragen nicht die besten waren, aber mir ist nichts anderes eingefallen. ^-^“ Sonst will ich nur die Sachen wissen, die niemand öffentlich ausbreiten möchte. 😀

    Liebe Grüße
    Lisa

    Antworten
    1. By lily (Beitrag Autor) on

      Vielen, vielen Dank für die Rück-Nominierung! <3 Ich werde deine Fragen definitiv auch beantworten.

      Liebste Grüße
      Lily

      Antworten
  2. By Sarah on

    Rate mal, was mir am besten gefällt:
    deine Antwort auf die Frage nach der Lieblingsfarbe – da krieg‘ ich sofort Lust auf einen kleinen Ping Pong mit dir in Sachen „freie Assoziation zum Thema ‚Farben'“…das setzen wir an anderer Stelle fort, okay? 😉

    Antworten
  3. By Jessi on

    Vielen Dank für die Nominierung, liebe Lily! Ich lasse dir dann in den nächsten Tagen meinen Post zum Award da und freue mich schon, deine Fragen zu beantworten 🙂

    Liebste Grüße
    Jessi

    Antworten

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